Warum Nachnutzung für den Erfolg der deutschen EUDI-Wallet entscheidend sein wird
- isabelskierka
- Jun 16
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Die deutsche EUDI-Wallet soll am 2. Januar 2027 starten, doch das Ökosystem aus Identitäten, Nachweisen und Vertrauensdiensten dahinter ist ein Langzeitprojekt. Warum Behörden, Fachverfahrensanbieter und kommunale IT-Dienstleister trotzdem schon heute aktiv werden sollten und was sie konkret vorbereiten können, habe ich am 9. Juni 2026 auf dem Zukunftskongress Staat & Verwaltung für die govdigital eG mit Dr. Enrico Rizzo (Bundesdruckerei) und Stefan Rauner (Governikus) diskutiert.
Die Wortmeldungen der Digitalisierer:innen aus der Verwaltung haben dabei ein Thema klar in den Mittelpunkt gerückt: Nachnutzung.
Denn die Realität vieler Kommunen sieht so aus: Sie sollen das Wallet-Ökosystem anschlussfähig machen, fühlen sich mit dem Thema aber teils allein gelassen. Was sie brauchen, sind möglichst "plug and play" nutzbare Lösungen, mit denen sich die Wallet in wirksame Anwendungsfälle integrieren lässt.
Der Anspruch muss daher sein: Niemand sollte alles selbst bauen müssen. Abgestimmte Blaupausen, Infrastrukturen, die Komplexität zentral lösen, und konsequente Nachnutzungsmodelle statt paralleler Einzelentwicklungen sind der Hebel, um die Wallet in die Fläche zu bringen. Und um Insellösungen zu vermeiden. Föderale Zusammenarbeit ist dafür kein „nice to have", sondern Voraussetzung.

Danke an Enrico und Stefan für die konkreten Einblicke und an das Publikum für die ehrlichen Beiträge und Fragen. Es liegt noch viel Arbeit vor uns, um die Walletnutzung in der Fläche zu ermöglichen und echte Mehrwerte für Länder und Kommunen zu schaffen.

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